Was ist bei Ökostrom zu beachten: Wichtige Ökostromlabels

Was ist bei Ökostrom zu beachten: Wichtige Ökostromlabels
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Ökostromanbieter haben seit der Atomkatastrophe in Fukushima eine enorme Zahl an Neukunden gewonnen.

Scheinbar möchten immer mehr Menschen auf diese Art zeigen, dass sie die Energiewende anstreben und den Atomstrom endlich abgeschafft sehen wollen. Stattdessen soll der Strom aus erneuerbaren Quellen kommen.

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Ökostrom und wichtige Ökostromlabels? ©tpsdave – pixabay.com

Das Problem an Ökostrom ist aber, dass fast alle Stromanbieter Ökostrom anbieten. Die Frage ist jedoch, ob es sich dabei auch wirklich um Ökostrom handelt und ob die Anbieter seriös sind. Wo bleibt die Garantie, dass der Strom auch aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen gewonnen wird?

Man sollte bei der Auswahl ein Auge darauf werfen, ob der „Ökostromanbieter“ neben Ökostrom auch Atom- und / oder Kohlestrom anbietet. Oft wird der herkömmliche Strom als Ökostrom verkauft, was moralisch vielleicht verwerflich, gesetzlich aber erlaubt ist.

Info: In Deutschland gibt es mittlerweile 4 große Anbieter von Ökostrom, bei denen man sich sicher sein kann, dass man auch wirklich Ökostrom bekommt. Außerdem bestehen keine Verbindungen zu der Kohle- oder Atomindustrie. Diese fünf sind Greenpeace Energy, Strom.Manufaktur, Naturstrom, Lichtblick und die Elektrizitätswerke Schönau.


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Wenn andere Stromanbieter günstiger sind oder bessere Konditionen liefern als die Aufgeführten, gibt es Labels, die man bei der Auswahl des Stromanbieters beachten sollte.

Wichtige Ökostrostromlabels in Deutschland

Derzeit gibt es vier Labels, die seriös sind und Stromanbieter regelmäßig prüfen:

  • Das ok-Power Label
  • Das Grüner Strom Label
  • TÜV Süd
  • TÜV Nord

Das ok-Power Label und das Label von Grüner Strom e. V. haben dabei eine besonders hohe Aussagekraft. Diese Vereine haben sich dazu verpflichtet nicht nur zu gewährleisten, dass Ökostrom geliefert wird. Die geprüften Unternehmen müssen fest zusagen, dass sie sich an neuen Ökostromprojekten und am Ausbau erneuerbarer Energien beteiligen. So wird das Geld reinvestiert und die Energiewende vorangetrieben.

Vorsicht wird bei den TÜV Labels geboten. Oft schmücken sich die Energieversorger mit einem TÜV Label und bewerben Ökostrom. Das TÜV Label muss aber nicht unbedingt aussagen, dass es sich auch wirklich um Ökostrom handelt. Dieses kann beispielsweise belegen, dass Preisgarantien eingehalten werden. Trotzdem wird der Verbraucher oft hinter das Licht geführt. Wenn ein TÜV-Label vorliegt, sollte es „EE01“ oder „EE02“ enthalten. Diese Labels garantieren echten Grünstrom.

Das EWS Schönau hingegen, das echten Ökostrom liefert, hat keines der aufgeführten Labels. Trotzdem liefern sie Ökostrom. Der Grund: solche Stromanbieter möchten unabhängig bleiben und beweisen auf andere Weisen, dass es sich um echten Ökostrom handelt. Eine Abgrenzung von Stromanbietern, welche ein seriöses Label haben und nebenbei auch Atomstrom verkaufen, ist ebenfalls evident.

Genauere Informationen zu den Ökostromlabels:

Grüner Strom Label

Das „Grüner Strom Label“ wird von verschiedenen Umweltschutzorganisationen getragen (z. B. NABU und BUND). Der Verein wurde 1999 von Eurosolar gegründet und wollte mehr Transparenz bei Energieversorgern erreichen. Heute kontrolliert der Verein verschiedene Ökostromanbieter und pro verkaufter Killowattstunde fließt ein Cent in den Ausbau erneuerbarer Energien.

ok-Power Label

Das ok-Power Label wird vo EnergieVision e. V. Vergeben. Der Verein wurde 2000 gegründet und verfolgt ebenfalls das Ziel einer besseren Strommarkttransparenz. Außerdem garantiert das Label eine Förderung der Energiewirtschaft durch die einzelnen Stromanbieter. Es gibt dabei zwei verschiedene Modelle des Labels. Ein Händlermodell und ein Fondsmodell. Mit dem Fondsmodell werden neue regenerative Projekte finanziert.

Technischer Überwachungsverein (TÜV Süd/Nord) Label

Der TÜV vergibt ebenfalls Labels für Ökostrom. Der TÜV Nord hat eines (Geprüfter Ökostrom), wobei der TÜV Süd gleich zwei (EE01 und EE02) verschiedene vergibt.

Die Stromanbieter investieren ebenfalls in den Ausbau regenerativer Energien. Was grünen Strom angeht, haben nur diese Labels Aussagekraft:

TÜV-Süd:  Ökostrom-Standards „EE01 und EE02“
TÜV-Nord: „Geprüfter Ökostrom“ durch TÜV NORD CERT

Alle anderen Labels sagen nichts über Ökostrom aus und aller Wahrscheinlichkeit nach trickst der Stromanbieter in dem Fall. Deshalb ist ein wenig Vorsicht geboten.


Ökostromlabels TÜV

Gütesiegel Unterschiede: TÜV Nord und Süd
Der TÜV vergibt Ökostromlabels und fördert so den erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien.


So klappt der Stromanbieterwechsel reibungslos

Beim Stromanbieterwechsel kann eigentlich nichts schief gehen. Um ausschließlich Ökostromanbieter zu bekommen, kann man bei den Vergleichsrechnern die entsprechende Option eintragen. Oft macht eines der vorher genannten Labels direkt darauf aufmerksam, ob es sich dabei um einen echten Ökostromanbieter handelt.

In der Regel kann eine Anmeldung online ausgeführt werden, woraufhin der neue Anbieter dem Alten eine Kündigung schickt. Zum vereinbarten Termin wird dann der gewünschte Ökostrom geliefert und der herkömmliche Strom abgestellt. Auf Energieinitiative gibt es eine Infografik, welche die einzelnen Schritte erklärt und zeigt, dass sich der Stromanbieterwechsel nicht nur aus ökologischer sondern auch aus finanzieller Sicht rentiert.

Hier geht`s zu Infografik von Energieinitiative: Ökostrom-Infografik

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